THINKING SCOPELAND
Kapitel 4

Kann man Datenbanken lesen?

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Ad – hoc Zugriff im Realbetrieb
Eine der beeindruckendsten Features von SCOPELAND ist die Möglichkeit, immer und überall auf einfachste Weise und in verständlicher, lesbarer Form an alle verfügbaren Informationen heranzukommen, und zwar sowohl lesend, als auch (konsistent) schreibend.
Dies gilt nicht nur für Entwickler oder Datenbankadministratoren. Es gilt vor allem auch für Endanwender und s.g. „Power-User“ (IT - technisch fortgeschrittene Endanwender).  

Aus der Sicht einer Tabelle ist das Relationen - Netzwerk immer eine Baumstruktur!

Und entlang dieser Baumstruktur kann man sich bewegen: entlang der Verweise und der zugehörigen Detailtabellen.

Man muss diese Möglichkeit einmal selbst ausprobiert und kennen gelernt haben, dann empfindet man den Ad - hoc - Zugriff regelrecht als Befreiung, und kann sich dann nicht mehr vorstellen, wie es jemals anders ging.  

Bislang verhielt sich eine Datenbank immer irgendwie wie eine Blackbox. Aufgrund der komplexen Relationen - Struktur mit seinen vielen unlesbaren Schlüsselfeldern galt es als äußerst schwierig, nachzuschauen, was sich eigentlich in einer Datenbank für Informationen befinden.
So richtig konnte man die Daten nur durch Vermittlung des Anwendungsprogramms sehen. Nicht nur für die Anwender ist das eine sehr unangenehme Einschränkung, sondern auch für die Entwickler selbst.
Schwierig ist es vor allem dann, wenn die Anwendung noch gar nicht fertig ist. Wie soll man dann prüfen, was in der Datenbank drinsteht, und ob ein korrektes oder inkorrektes Verhalten nun am Programm oder an inkonsistenten Daten liegt?  

Der Ad – hoc – Zugriff ist eine Möglichkeit,
in Datenbanken wie in einem offenen Buch zu lesen ...

… und nicht nur zu lesen, sondern darin auch …

… zu schreiben, ohne die für Datenbanken 
unverzichtbare Konsistenz der Daten zu verletzen.

Und all dies gänzlich ohne ein spezifisches Anwendungsprogramm.

Direkter Zugang zu den Daten? Darf man das?
In den meisten Fällen sollen Endanwender dies gar nicht dürfen.

Aber es gibt auch genügend Anwendungsfälle, in denen es von außerordentlichem Vorteil ist, zumindest einem Teil der IT - kundigen Fachanwender direkten Einblick in die Datenbanken zu erlauben, oder gar die Erstellung eigener kleiner Reports und Anwendungen, dies spart den IT – Abteilungen enorme Aufwendungen.  

Die Idee, Anwender direkt an die Daten heranzulassen, wird von vielen IT – Verantwortlichen mit Grausen aufgenommen, aber nur deshalb, weil derartige Versuche mit Trivial-Werkzeugen in der Vergangenheit zu vielen Problemen geführt hatten.
Doch es ist kaum einzusehen, warum ein Fachanwender, der ohnehin der Datenherr über die Datenbestände seines Zuständigkeitsbereichs ist, diese nicht direkt sehen können soll.

Falsch verknüpfte Datensichten oder tausend nervende Rückfragen an die IT - Fachleute, versehentliches Ändern von wichtigen Daten, und vieles derartiges gelten noch heute als problematische Themen. Aber mit den richtigen Werkzeugen sind all diese Dinge von vornherein ausgeschlossen.  
Unabhängig von der Frage, wie weitgehend man den Zugang zu den Daten freigibt, ob an alle oder nur einige wenige Mitarbeiter, oder im Extremfall gar nur an die Hauptverantwortlichen und die Anwendungsentwickler selbst. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, und es empfiehlt sich, diese Möglichkeit von vornherein zu berücksichtigen.  

Ordnung in der Datenwelt: Ordner, Freigabe, Rechte u.s.w.
Bei SCOPELAND werden alle Hauptobjekte (Tabellen, Applets/Reports und Makros) in einem Ordnersystem, vergleichend zu den Verzeichnissen bei Microsoft Windows, abgelegt.  
Dieses Verzeichnissystem dient nun zum einen der besseren Übersicht und der Navigation in den Datenbeständen, zum anderen der gezielten Freigabe für bestimmte Benutzer oder Benutzergruppen.  

Es ist in jedem Fall zu empfehlen, dieses Ordnersystem inhaltlich zu strukturieren, und nicht nach Art der Objekte. Es wäre nicht unbedingt zu empfehlen, einen Order für Tabellen, einen für Applets u.s.w. anzulegen. Statt dessen gehören diejenigen Daten zusammen, die inhaltlich zusammengehören, und für die derselbe „Datenherr“ zuständig ist. Ein Datenherr ist derjenige, der ohnehin, egal ob mit oder ohne Anwendungsprogramm, zuständig für die Korrektheit der eingegebenen Daten ist, und die Pflicht und folglich auch das Recht hat, diese aktuell zu halten.

Jedes Verzeichnis gehört zunächst demjenigen, der es angelegt hat, und ist darüber hinaus auch nur für den Hauptverantwortlichen, den „Eigentümer“ der Anwendung einsehbar. Ein Verzeichnis kann nun von diesen beiden gezielt für andere freigegeben werden.  
Eine Freigabe erfolgt, abgestuft nach Arten der Freigabe (z.B. nur lesend),  im einfachsten Fall direkt für die betreffenden Personen (oder eine „Rolle“, in der eine Person tätig ist).

Alternativ dazu, und dies ist für größere Organisationen unbedingt zu empfehlen, können Freigaben auch für bestimmte „Zuständigkeiten“ erteilt werden. Der große Vorteil ist, dass dadurch die Abhängigkeit von den konkreten Personen aufgelöst wird. Inhaltliche Verantwortlichkeiten bleiben meist relativ unverändert, auch wenn Mitarbeiter des Unternehmens kommen und gehen, oder ihre Funktionen wechseln.  
Haben Sie z.B. einen oder mehrere Controller im Unternehmen, dann ist dies eine Zuständigkeit „Controller“. Sie können sie im Rechtesystem eintragen, und fortan alle Verzeichnisse, die geschäftsrelevante Daten enthalten, für die Zuständigkeit „Controller“ lesend freigeben. So einfach ist es, diesen den entsprechenden direkten Zugang zu den für sie relevanten Daten einzuräumen.
Andere Beispiele für Zuständigkeiten sind z.B. „Vertriebsmitarbeiter“, „Vertriebsleiter“, „Produktionsleiter“, „Marketingmitarbeiter“, u.s.w..
Dies kann noch weiter gehen: bei regionalen Zuständigkeiten ist es z.B. sinnvoll, datenbezogene Zuständigkeiten wie „Süddeutschland“ und „Norddeutschland“ zu definieren, die dann für s.g. „Objektrechte“ (siehe dazu weiter unten) herangezogen werden können.

Ein gut durchdachtes System von Zuständigkeiten erlaubt eine absolut präzise Zugangssteuerung, um jedem Mitarbeiter genau das zu ermöglichen, was er für die effiziente Bewältigung seiner Arbeit benötigt. Und dazu gehört eben auch hin und wieder mal ein direkter Zugang zu der einen oder anderen Datenbanktabelle. Hat er diesen Zugang nicht, dann ist z.B. eine systematische Prüfung und Korrektur aller Adressdaten durch einen Vertriebsassistenten, nur mittels der Anwendungsprogramme, die diesen außerplanmäßigen Arbeitsgang nicht vorsehen, oder eine ungewöhnliche Auswertung der Daten, und vieles andere, praktisch unmöglich.

Die bei SCOPELAND gezielte Freigabe von Teilen der Daten für bestimmte Benutzergruppen löst genau dieses Problem.

End-user Computing (EUC)  
Darüber hinaus gibt es nun auch noch einen „privaten“ Ordner für jeden einzelnen dafür autorisierten Benutzer. Gedanklich bildet das die Struktur der Dateisysteme in einem weiträumigen Unternehmensnetzwerk nach. Fast jeder Benutzer hat, selbstverständlich, ein eigenes Dateisystem, in dem er sich frei bewegen kann, und das i.d.R. für andere Endanwender auch unzugänglich ist.
Dies ist der Tummelplatz für das eigentliche „End-user Computing“ (EUC). End-user Computing hat man ohnehin, auch wenn man es nicht will, nämlich in Form von zahlreichen unkontrollierbaren MS-Excel-und MS-Access-Dateien, und anderen tabellarischen Daten aller Art. Das Problem dabei ist ja, dass solche Daten meist weder professionell gesichert werden, noch für übergreifende Auswertungen zur Verfügung stehen. Außerdem sind sie hochgradig redundant, und es ist schwer, diese Mini-Anwendungen bei Bedarf weiter auszubauen.  
Beim SCOPELAND – basierten EUC geht es nun nicht darum, allen Benutzern unkontrollierten Zugang zu den geschützten Unternehmensdaten einzuräumen, sondern im Gegenteil, die unkontrolliert auf lokalen Daten verteilten Datenbestände zurückzuholen und um die Kontrolle, Sicherung und Verwendbarkeit durch die IT – Verantwortlichen.  

Darüber hinaus ist SCOPELAND nun aber auch besonders gut dazu geeignet, dass sich clevere Fachanwender und Power-User damit vergleichsweise anspruchsvolle Mini – Anwendungen zusammenklicken können. Und zwar deshalb, weil man dazu nicht programmieren muss, und sehr gut intuitiv geführt wird. Wer einigermaßen fortgeschritten eine Tabellenkalkulation bedienen kann, der kann sich auch mit SCOPELAND seine eigenen Kleinanwendungen selbst entwickeln.
Hierzu gibt man betreffenden Benutzern das Recht, private Applets zu erstellen, und sich ggf. auch private Datenobjekte anzulegen. Dann können diese sich innerhalb ihres privaten Ordnersystems frei bewegen, jedoch ohne dadurch automatisch Zugang zu anderen Daten und Anwendungen zu bekommen. 
Und es erlaubt darüber hinaus eine besser Personalisierung der Anwendungen, indem man es zulässt und unterstützt, für bestimmte Anwendergruppen Varianten einiger Anwendungsteile zu erstellen.

Was bedeutet eigentlich der Begriff „Scopeland“?
Ein „Scope“ (engl.) ist die Menge aller Dinge die man sehen oder tun kann. Alle Daten, die Sie (mit Ihren spezifischen Benutzerrechten) sehen, und alles was Sie mit diesen Daten tun dürfen, das ist Ihr persönlicher Scope, Ihr

Personal Scope.

Jeder hat einen anderen Scope, in Abhängigkeit von seinem Benutzerprofil.
Und jeder kann sich innerhalb seines Scopes frei bewegen, und selbst entscheiden, wie er die Dinge dargestellt haben will, und wie er sie tun will. Das ist der zentrale Gedanke dahinter.

Man sieht daran, welche Bedeutung das Unternehmen Scopeland den Themen Ad – hoc – Zugriff und End-user Computing beimisst, und welche zentrale Rolle es dabei folglich spielt, sicherzustellen, dass sich immer alles im Rahmen von klar definierten Berechtigungen und gesicherter Konsistenz bewegt.
Und dies erlaubt, zumindest perspektivisch, eine völlig neue, viel einfachere und viel flexiblere Herangehensweise an manche IT – Themen.

Auch wenn Sie diese Möglichkeiten für Ihre Anwender (vorerst) nicht freigeben wollen, vielleicht deshalb, weil Ihre Anwendung allzu kritische Daten und Prozesse enthält, …  

… zumindest die  Anwendungsentwickler werden es zu schätzen wissen, sich in ihrem eigenen Revier, in ihrem

Scope – Land

wirklich frei bewegen zu dürfen.

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